Dritt- und Viertligisten

Die Aufstiegsregelung in der Regionalliga

Viele Vereine sind der Meinung, die dritte Liga wäre ein Massengrab für etliche Vereine in dieser Spielklasse, doch wer das behauptet, der hat noch nie viertklassig gespielt. Denn aus dieser Liga wieder herauszukommen ist wohl eine der schwersten Dinge im Deutschen Fußball überhaupt.

Denn seit dem Jahr 2013 ist die Regionalliga die einzige Spielklasse hierzulande, aus der die Meister der jeweiligen Staffel nicht direkt aufsteigen. Denn seit dieser Zeit liegt die Hauptverantwortlichkeit für die einzelnen Staffeln bei den jeweiligen Regionalverbänden.

Diese Reform hatte zur Folge, dass es seit dem fünf Regionalligen gibt, welche sich in die Staffeln Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern aufteilen. Die Anzahl der zweiten Mannschaften von Proficlubs ist pro Staffel auf sieben beschränkt und zweite Mannschaften von Drittligisten sind nicht zum Start in dieser Spielklasse berechtigt.

Da pro Saison zudem nur drei Vereine aus der dritten Liga absteigen, musste eine andere Lösung her, um die Aufsteiger aus der vierten Liga zu ermitteln. Und eine solche war auch überraschend schnell gefunden. So müssen die Meister der fünf Staffeln sowie der zweitplatzierte der Südwest Staffel, in einer Relegation bestehend aus Hin- und Rückspiel, die Aufsteiger im Anschluss an die Saison ermitteln. Neben den Meistern nimmt auch der 2. der Südwest-Staffel an den Relegationsspielen teil, da dieser Landesverband die meisten Mitgliedsvereine besitzt.

Zwar stimmte zu Beginn ein Großteil für die Regionalliga-Reform im Jahre 2013, jedoch scheinbar ohne zuvor genauer darüber nachzudenken, was dies für Konsequenzen mit sich bringen könnte. So konnte sich bereits seit 2015 keine Mannschaft aus der Regionalliga Südwest in den Relegationsspielen durchsetzen, sodass vor allem aus dieser Staffel die Kritik an dem Aufstiegsmodus immer lauter wurde.

Aus diesem Grund wurde für die kommenden Jahre eine Ausnahmeregelung beschlossen, bei der in der Saison 2018/19 die Meister der Südwest, West und Nordost-Staffel direkt aufsteigen. Die beiden Meister aus Bayern und dem Norden ermitteln über ein Relegationsspiel den vierten Aufsteiger in die dritte Liga.

In der Saison 2019/2020 wiederum, steigen neben dem Meister aus dem Südwesten auch die Meister aus Bayern und dem Norden auf. Dafür müssen dann die Meister aus dem Westen und dem Nordosten die Relegationsspiele gegeneinander bestreiten.

Diese Übergangslösung soll allerdings nur bis zum nächsten DFB Bundestag bestand haben, welcher 2019 stattfinden wird. Dort soll eine vom DFB gebildete Arbeitsgruppe einen Vorschlag vorlegen, wie die fünf Regionalligen auf vier reduziert werden können, damit in Zukunft der Meister einer jeden Staffel direkt in die dritte Liga aufsteigen kann.